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RADONSANIERUNG, wozu?

Radon (Rn) ist ein radioaktives, farb- und geruchloses Edelgas, das überall im Erdreich aus Uran-haltigen Gesteinen und Böden durch radioaktiven Zerfall entsteht. Als mobiles Gas dringt es vor allem mittels Konvektion aus dem Untergrund in Gebäude ein und gefährdet die Gesundheit der Bewohner.

INFOBOX: Radon (Rn) entsteht als Zerfallsprodukt des natürlichen Elementes Radium in fast allen Böden und Gesteinen. Leider ist es ein radioaktives Edelgas. Radon ist deshalb besonders mobil und kann in die freie Atmosphäre (Außenluft) austreten, ….aber somit auch in Gebäude eindringen. Dort können hohe Radonkonzentrationen zu einem deutlich feststellbaren Lungenkrebsrisiko der Bewohner und Nutzer führen. Die europäische Kommission empfiehlt, den Mittelwert der Radon-Aktivitätskonzentration in Neubauten (Innenräumen) auf maximal 200 Bq/m3 zu begrenzen. In Bestandsbauten bzw. Altbauten sollen langfristig 300 Bq/m3 nicht überschritten werden (mindestens 1 Jahr lang messen). Hauptursache einer erhöhten Rn-Konzentration im Gebäude ist der Eintritt des Radons aus dem Baugrund, also überwiegend über die Gründung/Bodenplatte.

Illustration - Zerfallsreihe Radon

Quelle: Volkmar Schmidt

Es kann über alle erdberührten Gebäudeflächen, wie Fundamente und Kellerwände eindringen oder aber auch über hangberührte Wände. „Gebäude-Schadstellen“, ungenügende (Feuchte-) Abdichtungen, Fugen und Risse sind bevorzugte Eintrittswege mittels Konvektion für das sehr mobile Radon. Auch Schächte, Kamine, Hohlräume und „luftdurchlässige“ (=poröse) Materialien in Wänden, die eine Verbindung zum Gebäudeuntergrund haben, begünstigen den Eintritt des Radongases und somit seine weitere Ausbreitung innerhalb des Hauses, besonders bei offenen Treppenhäusern. Aber auch Baumaterialien selbst können Radon „ausscheiden“ (Flossenbürger Granit, Schlacken etc.).

Radon-Messung

Radon-Messgerät

Quelle: binker.eu  Exhalationsmessung (Radonaustritt an einer Außenwand)

Bei der Radonsanierung wird die Radonaktivitätskonzentration in Ihrem Gebäude durch technische Maßnahmen soweit gesenkt wie möglich oder wie wirtschaftlich vertretbar, um das Gesundheitsrisiko deutlich zu reduzieren. Technische Maßnahmen sind z.B. der Einbau von Belüftungsanlagen, Abdichtungen von Radon-Eintrittspfaden, wie Rissen und Fugen, Einbau von Radonbrunnen und Installation von Unterbodenabsaugungen.

Granit im Haus kann eine Radonquelle sein

Sondierungsbohrungen zur Radonmessung

Quelle: binker.eu

Radon-Gas resultiert aus dem Zerfall von überall und allgegenwärtig im Boden bzw. Erdreich vorhandenem, radioaktivem Radium, welches letztendlich aus Uran gebildet wird. So entsteht aus dem Isotop Radium 226 gasförmiges Radon 222 (Alpha-Zerfall). Das gasförmige Radon dringt wegen seiner Beweglichkeit wie Luftsauerstoff auch in alle Gebäude ein. Es zerfällt in den Gebäuden wiederum in radioaktive Schwermetallisotope der Elemente Polonium (Po), Wismut (Bi) und Blei (Pb) bis als stabiles Endprodukt schließlich nicht-radioaktives Blei 206 entsteht. Gefährlich ist die Aerosolbildung aus radioaktiven Polonium (Po), Wismut (Bi) und Blei (Pb), da diese in der Lunge hängen bleiben.

Illustration - Aerosolbildung bei Radon

Quelle: www.binker.eu und volkmar.schmidt

Was ist Lungenkrebs?

Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) geht meist aus den Zellen der unteren Atemwege (Bronchien) hervor. Mediziner unterscheiden bei diesem Karzinom vor allem eine kleinzellige und eine nicht-kleinzellige Form. Kleinzellige Bronchialkarzinome wachsen rasch und bilden häufig Metastasen aus. Metastasen sind Tochtergeschwulste in anderen menschlichen Organen. Diese Karzinomform kommt jedoch nur in 20 % der Krankheitsfälle vor. Acht von zehn Patienten haben ein „nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom“. Lungenkrebs ist bei Männern in Deutschland die zweit-, bei Frauen die dritthäufigste Krebserkrankung. Die radioaktiven Schwermetallisotope sammeln sich beim Einatmen von Radon oder Rn-Aerosolen in der menschlichen Lunge an und bleiben dort! Man verstrahlt von Innen heraus. Deshalb ist es wichtig, Radon nicht erst in die Gebäude eindringen zu lassen oder die Radon-Konzentrationen in den Gebäuden deutlich zu reduzieren.

Die gesundheitlich notwendige Radonkonzentration-Reduktion erfolgt durch unsere Radonsanierungen. Durch unsere Radonsanierung Ihres Gebäudes wird Ihr gesundheitliches Risiko ebenfalls reduziert.

Arzt mit Röntgenbild

Illustration Lunge

Quelle: fotolia